Schlaflabor / Krankheitsbilder

Schlabezogene Atmungsstörungen (Schlafapnoe)

Die Ursachen für gestörten Schlaf, vermehrte Müdigkeit am Tag und krankhafte Einschlafneigung sind vielfältig.

Als häufigste Ursache für erhöhte Tagesmüdigkeit gelten schlafbezogene Atmungsstörungen. In der Nacht sind diese Störungen häufig an starkem Schnarchen erkennbar, manchmal bemerkt der Partner auch beängstigende Atempausen.

Anders als beim „gewöhnlichen“ Schnarchen kommt es bei dieser Krankheitsgruppe zu einer Verlegung der Atemwege durch eine Erschlaffung des Weichteilgewebes im Rachen. Ist diese Verlegung nur unvollständig, spricht man von teilverlegendem Schnarchen; bei vollständiger Verlegung liegt ein sogenanntes Schlaf-Apnoe-Syndrom vor.

Die Behinderung der Atmung in der Nacht führt zu einer Verminderung des Sauerstoffgehaltes im Blut. Ein „Alarmsystem“ im Gehirn erkennt dies und führt zu Aufweckreaktionen. Diese sind dabei meist nicht vollständig, d.h. man wird nicht richtig wach, kann sich in der Regel auch am Morgen nicht daran erinnern. Der normale Ablauf des Schlafes wird jedoch empfindlich gestört.

Die Atmungsstörung hat für den Organismus im Wesentlichen zwei Konsequenzen. Zum einen ist der Schlaf wegen der häufigen Aufweckreaktionen gestört und daher nicht erholsam. Dies äußert sich dann in mangelnder Ausgeschlafenheit und vermehrtem Einschlafen am Tage, obwohl man meint, ausreichende Zeit geschlafen zu haben. Zum anderen kann es durch Sauerstoffmangel und geänderte Druckverhältnisse im Brustkorb zur Entwicklung von Erkrankungen an Herz und Kreislauf kommen. Besonders häufig kommt es dabei zu einem Bluthochdruck auch am Tage, der medikamentös schwer einstellbar ist.

Schlaferkrankungen

Ein- und Duchschlafstörungen (Insomnien)

Unter dem Begriff Insomnie werden alle Schlafstörungen zusammengefaßt, die trotz ausreichender Zeit und Möglichkeit für einen ruhigen Schlaf, den Schlaf stören. Als Folge entwickelt sich ein Schlafdefizit mit Befindlichkeitsstörungen und Leistungsminderung am Tage. In den meisten Fällen halten Ein- und Durchschlafschwierigkeiten nur einige Tage an. Wenn sie jedoch über Wochen, Monate oder sogar über Jahre bestehen bleiben, kann dies zu ernsthaften gesundheitlichen Störungen führen. Viele Ursachen kommen in Betracht: Ängste und langes Grübeln, Lärm, spätes Essen, aber auch der aufwühlende Film am Abend. Depressionen und Medikamenteneinnahme können ebenfalls eine Ursache sein.

Wer über einen längeren Zeitraum nicht richtig geschlafen hat und ohne Erfolg verschiedene Schlaf fördernde Maßnahmen ausprobiert hat, sollte einen Arzt um Rat fragen.

Narkolepsie

Die Narkolepsie wird im Volksmund als „Schlafsucht“ bezeichnet. In den ungewöhnlichsten Situationen (zum Beispiel mitten im Satz oder beim Essen) kann es zu Schlafanfällen kommen. Diese dauern oft nur wenige Minuten, danach fühlen sich die Betroffenen meist wieder erholt. Mit zunehmender Erkrankung wird die Müdigkeit immer stärker. Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten, beginnt jedoch in der Regel im jungen Erwachsenenalter.

Restless-Legs-Syndrom

Beim Restless-Legs-Syndom (RLS) besteht ein Drang, die Beine zu bewegen, der durch unangenehme, manchmal auch schmerzhafte Missempfindungen hervorgerufen wird. Diese Erkrankung kann spontan auftreten, vererbt werden oder auch bei Schwangerschaft oder internistischen Erkrankungen auftreten.

Andere Erkrankungen, die mit ungewöhnlichen Bewegungen im Schlaf einhergehen, sind das Zähneknirschen, Wadenkrämpfe und rhythmische Beinbewegungen.

Schlafrhythmusstörungen

Hierbei handelt es sich um Störungen des natürlichen Schlafmusters. Der Schlaf unterliegt einem regelmäßigen Rhythmus. Deshalb ist es so wichtig, auf regelmäßige Schlafzeiten zu achten. Verstößt man gegen diese Regeln, treten nach einiger Zeit Schlafstörungen auf. Die wichtigsten Schlafrhythmusstörungen sind das Jet Lag Syndrom, Schlafstörungen aufgrund von langjähriger Schichtarbeit und sogenannte Schlafphasensyndrome, bei denen die innere Uhr deutlich von der wirklichen Tagesdauer abweicht.

Verhaltensstörungen im Schlaf

Hierunter fallen viele, zum Teil ungewöhnliche Erkrankungen. Das Schlafwandeln ist nur eine Erkrankung aus dieser Kategorie. Nächtliches Schreien, Alpträume, das Gefühl, sich nicht bewegen zu können, nächtliches Um-sich-Schlagen und Essattacken in der Nacht gehören ebenso dazu.